Equal Pay Day

Just my 2 Cents

Am 23.03.12 ist wieder Equal Pay Day. Irgendwie haben sich die Frauen anscheinend daran gewöhnt dass sie 23% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, wie sonst kann es sein, dass seit 2008 jedes Jahr im März die roten Taschen verteilt werden. Es hat sich nichts verändert, obwohl sich die Frauen Ihrer Benachteiligung bewusst sind.

Liegt es daran, dass Frauen nicht so gut verhandeln können wir Ihre männlichen Kollegen oder liegt es daran, dass auf der anderen Seite des Verhandlungstisches letztendlich immer ein Mann sitzt, der das letzte Sagen hat? Bei ersterem wäre das Problem ja einfach zu lösen: Frauen lernen erst einmal das Verhandeln, bevor sie sich auf den Arbeitsmarkt begeben. Beim zweiten wird es schon schwieriger: damit es hier gerechter zugeht, müssen mehr Frauen in Führungspositionen, die dann auch bereit sind Ihren Geschlechtsgenossinnen bei Gehaltsverhandlungen gleich zu behandeln wie Männer. Aber auch hier zeigen sich die Männer als Blockierer. In Großkonzernen sind in Vorständen und Aufsichtsräten nämlich fast ausschließlich Männer vertreten, die natürlich Ihre Pfründe sichern.

Solang Frauen nur selten in diese Führungspositionen vordringen, werden wir auch in 20 Jahren noch im März am Equal-Pay-Day rote Taschen verteilen.

So errechnet sich der Equal Pay Day: 52 Wochen/Jahr mal 5 Arbeitstage/Woche = 260 Arbeitstage/Jahr mal statistisch aktuell ermitteltem Entgeltunterschied in Prozent.

Gertrud Fetzer-Wenngatz

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