Gender-Pädagogik

Zeit Online
Cowboy mit pinkfarbenem Turnschuh
Von: Frauke Lüpke-Narberhaus

Mädchen spielen mit Bauklötzen, Jungs mit Puppen – so will es die Gender-Pädagogik. Alte Rollenbilder aufzubrechen ist ihr Ziel. Ob das klappt, schon im Kindergarten?

Früher hat sie Zettel an Bäume genagelt. Darauf standen die Namen von Ärzten, die sich weigerten, Frauen die Pille zu verschreiben. Das war vor über 30 Jahren. Damals kämpfte Melitta Walter für Frauen.

Heute geht es ihr um Mädchen – und Jungen. Mit einer PowerPoint-Präsentation und vielen Argumenten zieht sie durch die Kindergärten und bildet Erzieher fort. Sie will ihnen beibringen, ihre Schützlinge »geschlechtergerecht« zu behandeln. Gender-Pädagogik nennt sich das. Kinder sollen sich so entwickeln, wie sie wollen. Nicht wie die Gesellschaft es oft will: mädchenhaft und jungenhaft. Rosa und hellblau. Gender-Pädagogen verneinen nicht, dass viele Jungen lieber toben und Mädchen sich schon früh mit Büchern beschäftigen. »Wir wollen Mädchen und Jungen nicht gleich machen«, sagt Melitta Walter. »Sie sollen nur so viel ausprobieren dürfen, wie sie möchten.« weiter …

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