SPD-Frauen verärgert über Bundesregierung

Merkel und von der Leyen wollen EU-Frauenquote stoppen

„Merkel darf die Frauenquote nicht blockieren!“, fordert die stellvertretende Vorsitzende der sozialdemokratischen Frauen (AsF) in Bayern Micky Wenngatz. Die AsF begrüßt den Richtlinienvorschlag durch EU-JustizkommissarinViviane Reding, der eine ausgewogenere Vertretung von Männern und Frauen in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen vorsieht als einen richtigen Schritt. Die Bundesregierung, allen voran Merkel, Schröder und von der Leyen will diese Richtlinie stoppen und wies am Montag ihre ständige Vertretung in Brüssel an, eine Mehrheit für die geplante Richtlinie zu verhindern.

„Jetzt versucht die schwarz-gelbe Bundesregierung auf der Zielgerade diesen wichtigen Fortschritt für die Frauen zu verhindern. Das darf und das wird ihr nicht gelingen“ ist sich Micky Wenngatz im Hinblick auf die kommenden Bundestagswahlen sicher. Denn erfahrungsgemäß ziehe sich das Gesetzgebungsverfahren bis nach den Wahlen hin. „Eine sozialdemokratisch geführte Bundesregierung wird nicht nur diese Anweisung wieder zurückziehen und sondern sich um eine Mehrheit für die Richtlinie in Europa bemühen.“

Es sei pure Schaumschlägerei wenn in Sonntagsreden von mehr Gleichstellung gesprochen wird (wie Kristina Schröder zum 102. Internationalen Frauentag) und kaum sind die letzten Worte verklungen, dieses fatale Signal gegen die Quote nach Brüssel gesendet wird. Dieses Verhalten sei ein deutlicher Beleg für die überholte, antiquierte und frauenfeindliche Politik der Union, die am realen Leben vorbei ginge. Dabei ist Deutschland das frauenpolitische Schlusslicht in Europa. In Deutschland liegt die Lohndifferenz bei gleichwertiger Arbeit zwischen Männern und Frauen bei 22 Prozent, in Bayern sogar bei 26 Prozent. Der Frauenanteil in Aufsichtsräten liegt gerade einmal bei 12,7 Prozent und in den Vorständen sogar nur bei 3,4 Prozent. „Das ist ungerecht und wirtschaftspolitischer Unsinn, erklärte Wenngatz „Wenn die Frauen das nicht mehr hinnehmen wollen müssen sie sich sehr genau überlegen wen sie am 22. September wählen“ fordert Micky Wenngatz.

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