Frauenthemen in die Medien

Seminar am 28. Mai

Die Friedrich Ebert Stiftung (FES) veranstaltet ein Praxis-Seminar für ehrenamtlich engagierte Frauen.
Das Seminar vermittelt Grundlagen einer erfolgreichen Pressearbeit, bietet praktische Übungen zum Verfassen von Pressemeldungen und gibt Einblicke in die Entscheidungsprozesse in einer Redaktion. Jede Teilnehmerin ist aufgerufen, Themen mitzubringen, zu denen sie in naher Zukunft eine Pressemeldung verfassen möchte, so dass die Gruppe anhand von authentischen Beispielen arbeiten kann.
Weitere Infos und Anmeldung

Neueste OECD-Studie

Gemischte Klassen führen zu Diskriminierungen von Frauen

„In gemischten Klassen verstärkt das Konkurrenzverhältnis zwischen den Geschlechtern die mit Männern und Frauen verbundenen Stereotype“, meinte Marie Duru-Bellat.

Soziologin Duru-Bellat: In der Schule wird das Modell der „männlichen Dominierung“ angewandt

Paris – Um die Karrieren von Frauen zu fördern und die sexistischen Stereotype zu bekämpfen, sollten die gemischtgeschlechtlichen Schulklassen abgeschafft werden – das schreibt die französische Soziologin Marie Duru-Bellat in einer von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Studie.

„In gemischten Klassen verstärkt das Konkurrenzverhältnis zwischen den Geschlechtern die mit Männern und Frauen verbundenen Stereotype“, meinte die Soziologin und fügte hinzu, dass dies zu einem dominierenden Verhalten der Schüler und einer Konfliktvermeidung der Schülerinnen führe. In der Schule werde daher das Modell der „männlichen Dominierung“ angewandt. Das sei teilweise auch den LehrerInnen zuzuschreiben, die an Buben und Mädchen verschiedene Anforderungen stellten, so Duru-Bellat. In reinen Mädchenklassen hätten die Schülerinnen dagegen mehr Gelegenheit, sich zu entfalten und mit ihren Kompetenzen durchzusetzen.

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ver.di Gender Fachdialog

7. Gender-Fachdialog Städte und Gemeinden in Not Genderherausforderungen in wirtschaftlichen Krisenzeiten

Dienstag, 28. September 2010, 11-17h in der ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Raum 7.A Seghers-Tucholsky

Von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise scheint Deutschland weniger betroffen zu sein als im Herbst 2008 befürchtet wurde. Die beiden Konjunkturpakete der Großen Koalition scheinen gegriffen und das Schlimmste verhindert zu haben. Im Ausland wird vom „Jobwunder Deutschland“ gesprochen, da sich die Arbeitslosigkeit bisher moderater entwickelte als in anderen europäischen Ländern. Ist die Krise also überstanden?

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Neues vom Equal Pay Day

von: Ilona C. Kneißler

Liebe EPD-Aktive,

das Statistische Bundesamt hat die neuen Zahlen zum Verdienstabstand für 2009 herausgegeben. Wir haben es bereits geahnt: Es hat sich nichts verändert! Der Entgeltunterschied steht nach wie vor bei 23 Prozent. Im Westen Deutschlands verdienen Frauen sogar 25 Prozent weniger als Männer, während der Unterschied im Osten nur 6 Prozent beträgt. Das liegt daran, dass im Osten Entgeltunterschiede und deren Ursachen – wie zum Beispiel das im Westen so verfestigte Rollenbild der hinzuverdienenden Mutter – deutlich schwächer ausgeprägt sind. weiter …

Alphaweibchen röhren nicht

Der Freitag
Wie kommen Spitzenfrauen in den Medien vor, wenn sie denn überhaupt erscheinen?
Das Podium über eine aktuelle Studie wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt

Von: Ulrike Winkelmann

Die Grünen-Fraktionschefin Renate Künast mahnt zur Gelassenheit. „Wir sind nah dran“, sagt sie. Sie meint die Frauen und die Macht. „Also, wir sind ganz schön weit.“ Doch sind alle im großen Louise-Schroeder-Saal des Roten Rathauses in Berlin am Montagmorgen weit von Hysterie entfernt – jedenfalls was die Frage angeht, ob und wie Spitzenfrauen in den Medien vorkommen. Die „Spitzenfrauen im Fokus der Medien“ sind das Thema, vorgestellt und auf dem Podium diskutiert wird eine Studie der Freien Universität zusammen mit der Leuphana Universität Lüneburg.

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Frauenanteil in politischen Spitzenpositionen sinkt

Die Standard
Je wichtiger die Ämter der Kommunalpolitik, desto weniger Frauen sind darin zu finden

Hagen/Berlin – Frauen sind gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil in allen kommunalpolitischen Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Frankfurt am Main hat die meisten Frauen in kommunalpolitischer Verantwortung. Dies sind Ergebnisse des 2. deutschen Genderrankings, das ein politikwissenschaftliches Forschungsteam an der FernUniversität in Hagen im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt hat und das am 18. Juni in Berlin präsentiert wird.

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Bericht zur Studie Hagen: FernUni Hagen

Frauen in der Teilzeitfalle

Frankfurter Allgemeine

Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Familie – davon träumen Frauen. Dafür setzen sie ihre Karriere aufs Spiel. Denn in der deutschen Teilzeit-Realität steigt man nicht auf, und wer schon oben war, steigt in Teilzeit oft ab. Von: Melanie Amann

Sechs Monate war Heike Casper auf Job-Suche. Ein halbes Jahr lang durchforstete die 41-Jährige ihre Firma nach einer Teilzeitstelle, mit der sie Führungskraft und Mutter sein konnte. „Bevor das Baby kam, war ich Bereichsleiterin, das ist zwei Ebenen unter dem Vorstand“, sagt die Betriebswirtin. „Ich habe locker 130 Prozent gearbeitet.“ Jetzt, mit dem Kind, will Casper 60 Prozent arbeiten. Aber wie? weiter …

Frauen in Chefetagen noch selten – Die Quote muss her!

Frankfurter Rundschau
Frauen in den Chefetagen großer deutscher Firmen sind so selten wie eine Blaue Mauritius. Eine Gesetzesänderung würde helfen.
Von: Marie-Sophie Adeoso, Daniel Baumann und Bernd Salzmann

Frauen wie Regine Stachelhaus sind immer eine Meldung wert. Sie sind ungefähr so selten wie eine Blaue Mauritius. Die 55-jährige Managerin zieht Ende Juni in den Vorstand des größten privaten Energiekonzerns in Europa ein. Solche Spitzenpositionen in Dax-Konzernen sind traditionell Männern vorbehalten. weiter …