Berliner Erklärung - Erster Schritt für gesetzliche Quote
Mit der „Berliner Erklärung“ fordert ein breites gesellschaftliches Bündnis öffentlich eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte börsennotierter, mitbestimmungspflichtiger und öffentlicher Unternehmen in Deutschland.
Mit der Berliner Erklärung haben sich erstmals Frauen aller Fraktionen des Deutschen Bundestages gemeinsam zur Frage gesetzlicher Vorgaben mit dem Ziel der Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsetagen der Wirtschaft positioniert und gemeinsame Forderungen aufgestellt.
Es ist unerträglich, wenn nach wie vor viel hochqualifizierte Frauen in Deutschland an die „gläserne Decke“ stoßen. Beispielsweise sind nur 2,5 Prozent der Vorstandsposten der 200 größten deutschen Unternehmen mit Frauen besetzt. Die „Berliner Erklärung“ ist auch ein Zeichen dafür, dass sich endlich auch auch bei uns in Deutschland die Erkenntnis durch setzt, dass wir mit freiwilligen Vereinbarungen nicht weiterkommen.
Damit sei das Ziel, die Gleichstellung, aber noch nicht erreicht. „Das ist ein erster Schritt“ machte Maria Noichl, MdL deutlich. „Schon viel zu lange ringen CDU/CSU und FDP um eine klare Position. Der Gipfel ist der Vorschlag von Ministerin Schröder zu einer sogenannten Flexiquote. Gleichstellungspolitik mit Herz und Hand sieht anders aus. Die SPD zielt auf eine verbindliche, gesetzlich 40 Prozentquote nicht nur in Aufsichtsräten sondern auch in Vorständen deutscher Konzerne“. Einen entsprechenden Gesetzentwurf wird die SPD- Bundestagsfraktion zur Abstimmung im Bundestag stellen.
Marial Noichl, MdL
Vorsitzende AsF Oberbayern
Die evangelische Akademie Tutzing veranstaltet im Rahmen ihres Tutzinger Salon am 24. November 2011 eine Diskussion mit drei Frauen unterschiedlicher Generationen und mit unterschiedlichen Erfahrungen in der Frauenbewegung.
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Wir gratulieren Ellen Johnson-Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman.
Die drei Frauen werden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet für ihren „gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und für die Rechte von Frauen für volle Teilnahme an friedensbildender Arbeit“.
Dabei stellte das Preiskomitee fest: „Wir können Demokratie und dauerhaften Frieden auf der Welt nicht erreichen, wenn Frauen nicht dieselben Möglichkeiten wie Männer zur Beeinflussung von Entwicklungen auf allen Ebenen der Gesellschaft bekommen.“