Hier findest Du eine Sammlung verschiedener Zeitungsartikel (mal ernst, mal lustig, mal was zum nachdenken) rund um das Thema Frauenpolitik aus der (meist) deutschsprachigen Online-Welt.
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Seminar am 28. Mai
Die Friedrich Ebert Stiftung (FES) veranstaltet ein Praxis-Seminar für ehrenamtlich engagierte Frauen.
Das Seminar vermittelt Grundlagen einer erfolgreichen Pressearbeit, bietet praktische Übungen zum Verfassen von Pressemeldungen und gibt Einblicke in die Entscheidungsprozesse in einer Redaktion. Jede Teilnehmerin ist aufgerufen, Themen mitzubringen, zu denen sie in naher Zukunft eine Pressemeldung verfassen möchte, so dass die Gruppe anhand von authentischen Beispielen arbeiten kann.
Weitere Infos und Anmeldung
Regine Stachelhaus ist eine der wenigen Frauen in einem Dax-Vorstand. Im Interview berichtet sie über Durchsetzungskraft, die gläserne Decke und die Fehler, die viele Frauen immer noch machen. SZ vom 17.10.2010
Einsteigen für Einsteiger: Der Europarat hat einen Leitfaden für geschlechtergerechte Sprache herausgegeben, die weniger sexistisch sein soll. Wir haben die verblüffenden Bilder, die zeigen, dass das manchmal gar nicht so einfach ist.
weiter SZ vom 3.9.2010
Gemischte Klassen führen zu Diskriminierungen von Frauen
„In gemischten Klassen verstärkt das Konkurrenzverhältnis zwischen den Geschlechtern die mit Männern und Frauen verbundenen Stereotype“, meinte Marie Duru-Bellat.
Soziologin Duru-Bellat: In der Schule wird das Modell der „männlichen Dominierung“ angewandt
Paris - Um die Karrieren von Frauen zu fördern und die sexistischen Stereotype zu bekämpfen, sollten die gemischtgeschlechtlichen Schulklassen abgeschafft werden - das schreibt die französische Soziologin Marie Duru-Bellat in einer von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Studie.
„In gemischten Klassen verstärkt das Konkurrenzverhältnis zwischen den Geschlechtern die mit Männern und Frauen verbundenen Stereotype“, meinte die Soziologin und fügte hinzu, dass dies zu einem dominierenden Verhalten der Schüler und einer Konfliktvermeidung der Schülerinnen führe. In der Schule werde daher das Modell der „männlichen Dominierung“ angewandt. Das sei teilweise auch den LehrerInnen zuzuschreiben, die an Buben und Mädchen verschiedene Anforderungen stellten, so Duru-Bellat. In reinen Mädchenklassen hätten die Schülerinnen dagegen mehr Gelegenheit, sich zu entfalten und mit ihren Kompetenzen durchzusetzen.
7. Gender-Fachdialog Städte und Gemeinden in Not Genderherausforderungen in wirtschaftlichen Krisenzeiten
Dienstag, 28. September 2010, 11-17h in der ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Raum 7.A Seghers-Tucholsky
Von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise scheint Deutschland weniger betroffen zu sein als im Herbst 2008 befürchtet wurde. Die beiden Konjunkturpakete der Großen Koalition scheinen gegriffen und das Schlimmste verhindert zu haben. Im Ausland wird vom „Jobwunder Deutschland“ gesprochen, da sich die Arbeitslosigkeit bisher moderater entwickelte als in anderen europäischen Ländern. Ist die Krise also überstanden?
von: Ilona C. Kneißler
Liebe EPD-Aktive,
das Statistische Bundesamt hat die neuen Zahlen zum Verdienstabstand für 2009 herausgegeben. Wir haben es bereits geahnt: Es hat sich nichts verändert! Der Entgeltunterschied steht nach wie vor bei 23 Prozent. Im Westen Deutschlands verdienen Frauen sogar 25 Prozent weniger als Männer, während der Unterschied im Osten nur 6 Prozent beträgt. Das liegt daran, dass im Osten Entgeltunterschiede und deren Ursachen – wie zum Beispiel das im Westen so verfestigte Rollenbild der hinzuverdienenden Mutter – deutlich schwächer ausgeprägt sind. weiter ...
Der Freitag
Wie kommen Spitzenfrauen in den Medien vor, wenn sie denn überhaupt erscheinen?
Das Podium über eine aktuelle Studie wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt
Von: Ulrike Winkelmann
Die Grünen-Fraktionschefin Renate Künast mahnt zur Gelassenheit. „Wir sind nah dran“, sagt sie. Sie meint die Frauen und die Macht. „Also, wir sind ganz schön weit.“ Doch sind alle im großen Louise-Schroeder-Saal des Roten Rathauses in Berlin am Montagmorgen weit von Hysterie entfernt – jedenfalls was die Frage angeht, ob und wie Spitzenfrauen in den Medien vorkommen. Die „Spitzenfrauen im Fokus der Medien“ sind das Thema, vorgestellt und auf dem Podium diskutiert wird eine Studie der Freien Universität zusammen mit der Leuphana Universität Lüneburg.
Die Standard
Je wichtiger die Ämter der Kommunalpolitik, desto weniger Frauen sind darin zu finden
Hagen/Berlin - Frauen sind gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil in allen kommunalpolitischen Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Frankfurt am Main hat die meisten Frauen in kommunalpolitischer Verantwortung. Dies sind Ergebnisse des 2. deutschen Genderrankings, das ein politikwissenschaftliches Forschungsteam an der FernUniversität in Hagen im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt hat und das am 18. Juni in Berlin präsentiert wird.
Bericht zur Studie Hagen: FernUni Hagen
Frankfurter Allgemeine
Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Familie - davon träumen Frauen. Dafür setzen sie ihre Karriere aufs Spiel. Denn in der deutschen Teilzeit-Realität steigt man nicht auf, und wer schon oben war, steigt in Teilzeit oft ab. Von: Melanie Amann
Sechs Monate war Heike Casper auf Job-Suche. Ein halbes Jahr lang durchforstete die 41-Jährige ihre Firma nach einer Teilzeitstelle, mit der sie Führungskraft und Mutter sein konnte. „Bevor das Baby kam, war ich Bereichsleiterin, das ist zwei Ebenen unter dem Vorstand“, sagt die Betriebswirtin. „Ich habe locker 130 Prozent gearbeitet.“ Jetzt, mit dem Kind, will Casper 60 Prozent arbeiten. Aber wie? weiter ...
Frankfurter Rundschau
Frauen in den Chefetagen großer deutscher Firmen sind so selten wie eine Blaue Mauritius. Eine Gesetzesänderung würde helfen.
Von: Marie-Sophie Adeoso, Daniel Baumann und Bernd Salzmann
Frauen wie Regine Stachelhaus sind immer eine Meldung wert. Sie sind ungefähr so selten wie eine Blaue Mauritius. Die 55-jährige Managerin zieht Ende Juni in den Vorstand des größten privaten Energiekonzerns in Europa ein. Solche Spitzenpositionen in Dax-Konzernen sind traditionell Männern vorbehalten. weiter ...
Frankfurter Rundschau
Frauenwunder in Frankreich
Von: Stefan Brändle
Paris. Ihr Name ist Chirac, Bernadette Chirac. Die Gattin des ehemaligen französischen Staatspräsidenten wurde im vorigen Monat in den Verwaltungsrat des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH berufen.
Eben wegen ihres Namens? Nein, entgegnete Bernard Arnault, Gründerchef von Louis-Vuitton-Moët-Hennessy, bei der Aktionärsversammlung in Paris: Die 76-jährige Ex-First-Lady habe sich jahrzehntelang für die französische Haute Couture eingesetzt; mit ihrem Mann regelmäßig auf Reisen, habe sie die internationalen Märkte kennengelernt und hochrangige Beziehungen geknüpft. Für einen Weltkonzern biete das große Vorteile. weiter ...
Zeit Online
Cowboy mit pinkfarbenem Turnschuh
Von: Frauke Lüpke-Narberhaus
Mädchen spielen mit Bauklötzen, Jungs mit Puppen – so will es die Gender-Pädagogik. Alte Rollenbilder aufzubrechen ist ihr Ziel. Ob das klappt, schon im Kindergarten?
Früher hat sie Zettel an Bäume genagelt. Darauf standen die Namen von Ärzten, die sich weigerten, Frauen die Pille zu verschreiben. Das war vor über 30 Jahren. Damals kämpfte Melitta Walter für Frauen.
Heute geht es ihr um Mädchen – und Jungen. Mit einer PowerPoint-Präsentation und vielen Argumenten zieht sie durch die Kindergärten und bildet Erzieher fort. Sie will ihnen beibringen, ihre Schützlinge »geschlechtergerecht« zu behandeln. Gender-Pädagogik nennt sich das. Kinder sollen sich so entwickeln, wie sie wollen. Nicht wie die Gesellschaft es oft will: mädchenhaft und jungenhaft. Rosa und hellblau. Gender-Pädagogen verneinen nicht, dass viele Jungen lieber toben und Mädchen sich schon früh mit Büchern beschäftigen. »Wir wollen Mädchen und Jungen nicht gleich machen«, sagt Melitta Walter. »Sie sollen nur so viel ausprobieren dürfen, wie sie möchten.« weiter ...